Am Ende eines jeden Jahres reflektiere ich, wie das Jahr gelaufen ist. Ich schaue mir auf verschiedenen Dimensionen wie Gesundheit, Familie oder Karriere an, was gut war und was weniger gut war. Am Ende ist mein Ziel, dass ich mich an den meisten Tagen im Jahr gut fühle – und deshalb nutze ich den Jahreswechsel +/- ein paar Wochen um den Status Quo zu bewerten und das neue Jahr zu planen. Ich habe da glücklicherweise auch ein paar Personen in meinem Leben, die diese Übung ebenfalls gerne machen und nicht genervt sind, wenn ich Reflektion besprechen will J Meine Reflektion für 19/20 ist jetzt abgeschlossen und ich habe einige Dinge festgestellt und ein paar Ziele für das laufende Jahr definiert. Ich glaube einige der Themen, über die ich so nachdenke, beschäftigen auch andere Menschen. Deshalb habe ich mal fünf Fragen definiert, die ihr euch vielleicht auch mal stellen könnt. Je nachdem wie die Antwort lautet, könntet ihr in 2020 gegebenenfalls auch ein paar Veränderungen einleiten. Ein paar dieser Fragen kann man sich auch wirklich quartalsweise oder noch öfter stellen, denn da verändert sich auch viel. Und wie immer gilt: man muss für alles sein eigenes Maß finden. Dinge die für den einen gut sind, sind für den anderen schon viel zu viel oder aber viel zu wenig.

Also, hier die Fragen:

  • Ist mein Handynutzungsverhalten gut für mich? Bei mir ganz klar, nein. Abhängigkeitslevel 100. Ich klicke am Tag so wahnsinnig oft auf dem Ding herum und bin ganz genervt von mir selber. 2019 war ich ein paar Tage auf Bali und hab einen Silent Retreat gemacht. 3 Tage ohne Handy – ich habe diese Zeit soo sehr geliebt. Ich dachte anfangs, dass ich mich sehr freuen werde, das Teil wieder entgegenzunehmen, aber das Gegenteil war der Fall. Ich wollte gar nicht. Ich hatte mir fest vorgenommen, zuhause auch mal einen handyfreien Tag einzuführen, aber habe es nie gemacht. Jetzt gerade kurz vor der Studioeröffnung ist handyfreier Tag schwierig, aber auch nicht unmöglich. Und ein paar Stunden definieren, in denen man das Ding zuhause lässt, sollte schon gehen. Ich habe auch einige Menschen in meinem Umfeld, die das hervorragend hinbekommen. Der Großteil allerdings hängt genauso viel dran wie ich. Also, vielleicht solltet ihr euch diese Frage ganz selbstkritisch auch mal stellen in 2020.
  • Sind mein Körper und ich ein Team? Diese Frage ist vielschichtig. Unterschiedliche Dimensionen spielen hier mit rein. Die wichtigste Komponente ist die Ernährung. Führe ich meinem Körper nahrhaftes Essen zu? Esse ich ausreichend von allen wichtigen Nährstoffen, aber auch nicht zu viel? Trinke ich genug Wasser? Trinke ich zu viel Alkohol? Wie gesagt – hier muss jeder seine Antwort finden. Ich weiß ziemlich genau was mir gut tut und was nicht. Auch wenn es manchmal kleine Ausflüge in das ‚nicht gute‘ gibt, bin ich hier grundsätzlich gut unterwegs. Sport ist ein weiteres Thema. Auch hier gibt es ein zu wenig und ein zu viel. Während manche Mitte Januar schon ihre Neujahrsvorsätze über Bord geworfen haben und sich ärgern, den Hintern nicht vom Sofa zu bekommen, übertreiben es andere. Höre ich auf meinen Körper und gönne mir auch einmal eine Sportpause, wenn ich merke, dass einfach alles irgendwie wehtut? Schlafe ich genug? Oder zwinge ich meinen Körper, zu viele Stunden aktiv zu sein und kürze ihm die Regenerationszeit? Also mein Körper und ich sind ein Team, definitiv. Ich habe das Glück, nie krank zu sein (auf Holz klopfen) und kann eine sehr hohe Taktzahl ohne Probleme über lange Zeit halen. Wir haben eine enge Verbindung und ich spüre sehr genau, wann ich wie gegensteuern muss. Für 2020 wünsche ich mir, dass ich noch etwas liebevoller mit meinem wichtigsten Teammate umgehe. Er sagt nämlich manchmal: ‚Liesa, ja, wir können das jetzt so machen und du kannst auf mich zählen, aber so richtig super ist es nicht, ich würde mich auch freuen, wenn wir mal kurz durchatmen würden.‘ Also, ich werde noch besser hinhören und etwas sanfter sein. Versprochen, Buddy. Was ist mit euch? Was braucht euer Körper eventuell, was ihr ihm nicht gebt?
  • Verbringe ich ausreichend Zeit mit den Menschen, die mir wichtig sind?  Wir haben alle recht viel zu tun und jonglieren jeden Tag mit verschiedenen To Dos. Arbeit, Familie und Freunde, andere soziale Kontakte, Sport oder andere Hobbies. Ich treffe viele Menschen und bin sehr dankbar für die verschiedenen Impulse, die ich aus den verschiedensten Ecken bekomme. Dazu brauche ich noch Zeit für mich ganz allein, um nachzudenken. Man hat immer die Wahl und ich frage mich dieses Jahr, ob ich ausreichend Zeit auf die Personen allokiere, die mir wirklich wichtig sind. Bekommen die genug Liesa ab? Oder sollte ich vielleicht mal ein bisschen fokussieren, etwas weniger durch die Welt ziehen und mehr da sein? Wie ist es bei euch?
Nachdenken tut gut 🙂 Zuviel ist auch doof – aber ich brauche es echt sehr regelmäßig
  • Bin ich montags glücklich? Ich liebe den Montag (Neustart-Feeling) und bin momentan eigentlich immer glücklich, von daher ist die Frage aktuell für mich gar nicht so relevant. Aber mein Jahr ist super spannend und ich habe viel vor. Doktorarbeit fertigmachen, Fitnessstudio eröffnen und aber auch Mitte des Jahres zurück in meinen alten Job als Unternehmensberaterin. Ich freue mich schon sehr darauf, aber möchte mir gleichzeitig auch klarmachen, dass ich mir in regelmäßigen Abständen die Montags-Frage stelle. Denn jeder Montag ist der Beginn einer neuen Woche. 7 Tage, 1 Woche. 52 Wochen, 1 Jahr. 80, 90 vielleicht 100 Jahre, ein Leben. Häufig sagen Menschen: ‚Ach, das ist ja nur vorrübergehend.‘ – Nein. Denn jeder verdammte Tag ist ein kleines Puzzleteil des ganzen Lebens und ich möchte dass jeder (oder fast jeder) Tag gut ist. Wenn ich die Montags-Frage zu oft mit ‚Nein‘ beantworte, muss ich was ändern und zwar schleunigst. Wie ist euer Montag grade?
  • Sind meine Erwartungen und Ansprüche realistisch? Jetzt rede ich hier von Montagsliebe und manche denken sich vielleicht, dass man nicht erwarten kann, dass man seine Arbeit so mag, dass man sich auf den Montag freut. Ja, mag sein, dann ist das okay und ihr müsst das einpreisen, wenn ihr euch die Frage stellt. Da ich ein grundsätzlich sehr glücklicher Mensch bin und Montage hammer finde, ist es für mich schon Alarm, wenn ich sie mit nein beantworte. Hier passen meine Erwartungen. Aber wie ist das in anderen Bereichen? Habe ich vielleicht irgendwo zu hohe Erwartungen? An mich selbst oder an andere? Muss ich vielleicht mal irgendwo erkennen, dass meine Ansprüche nicht realistisch sind und mich über kurz oder lang unglücklich machen? Mögliche Themenfelder hier sind die eigene Leistung im Job oder Sport, die eigene Beziehung, die Interaktion mit Familie und Freunden.

So, das sind meine fünf Fragen für 2020, die ihr euch auch mal stellen solltet. Vielleicht kommt ja irgendwo ein guter Gedankenanstoß bei rum.

Happy Monday <3 (I hope it is a happy one for you)

Kategorien: Allgemein

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