Gestern Nachmittag bin ich von einem wunderschönen Wochenende nach Köln zurückgekehrt. Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Maxine habe ich drei Nächte in einem schönen Hotel im Salzburger Land verbracht. Wir hatten eine wunderbare Zeit, mit ganz viel Quatschen, Entspannung und Sport. Und natürlich sehr gutem Essen…

 

Maxine und ich haben uns 2012 in Peking kennengelernt, da wir dort beide für eine Zeit gelebt haben. Wir sind beide immer viel unterwegs und wohnen in verschiedenen Städten, von daher sehen wir uns leider nicht allzu oft. Im August haben wir besprochen, dass es mal wieder an der Zeit für ein gemeinsames Wochenende ist. Da der nächste passende Termin erst im November war haben wir uns von unserer ersten Idee nach Mallorca zu fliegen verabschiedet und entschieden ein Wochenende in den Bergen zu verbringen. Nach ein bisschen Sucherei haben wir uns für ein Hotel im Salzburger Land entschieden. Es stand auch zur Debatte ein Airbnb zu mieten, das wäre auch eine Ecke günstiger gewesen. Aber wir haben dann gedacht, dass es irgendwie angenehmer und stressfreier ist ins Hotel zu gehen – und waren wirklich sehr froh mit dieser Entscheidung!

Am Donnerstagmorgen schrieb mir Maxine morgens früh eine Nachricht: ‚En route!!‘. Ich saß zu der Zeit auf dem Rudergerät im Fitnessstudio und war verwirrt… so früh schon? Wir treffen uns doch erst am Nachmittag?! Schnell haben wir festgestellt, dass wir unsere Ankunftszeit irgendwie nie besprochen haben – naja, halb so wild. Am Nachmittag hat Maxine mich dann am Flughafen abgeholt. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir dann im Hotel an und haben unser Zimmer bezogen. Das Hotel war wirklich schön – sehr modern und gleichzeitig gemütlich eingerichtet und sehr gepflegt. Da wir beide ziemlich Hunger hatten ging es dann recht früh zum Abendessen. Ein Begrüßungssekt aufs‘ Haus hat unsere megaaa kulinarische Erfahrung eingeläutet… Das Essen war über die drei Tage hinweg echt richtig super. Tolle Qualität, gute Auswahl. Das Frühstücksbuffet am Morgen war super, nachmittags gab es eine kleine ‚Jause‘ (Salatbuffet, zwei warme Gerichte und Kuchen) und am Abend ein tolles Mehrgangmenü. Besonders das Dessertbuffet am zweiten Abend hat Maxine nachhaltig begeistert – ich bin eher weniger süß unterwegs 🙂 Schön war, dass Maxine und ich beide gutes Essen sehr zu schätzen wissen. Deswegen auch kein Wunder, dass Sätze wie ‚Ich weiß, ich bin verrückt aber ich freue mich schon auf das Abendessen‘ (1h nach dem Nachmittagssnack) oder ‚Also ich plane gerade was ich morgen zum Frühstück essen werde…‘ fielen. <3

 

Wir haben aber nicht nur gegessen – sondern auch einiges an Sport gemacht. Am ersten Tag gab es einen morgendlichen Lauf am Flussufer entlang und eine ‚Bauch-Beine-Po‘-Session mit Fitnesstrainerin Karin. Nicht unbedingt das Training das ich sonst mache, aber lustig 🙂 An den beiden anderen Tagen habe ich uns ein Workout zusammengestellt, das hat riesig Spaß gemacht. Ich war selber überrascht, wie begeistert ich darüber war 🙂 Der Fitnessraum im Hotel war ein echter Traum, ein super Ausblick und auch echt eine ganz gute Ausstattung, sogar mit Langhanteln und verschiedenen Kettlebells. Wir sind auch spazieren gegangen und haben die tolle Natur genossen. Am Samstag haben wir eine vierstündige Wanderung bei bestem Wetter unternommen. Nach dem Wandern ging es ins‘ Hotelspa für ein paar Saunagänge und Lesen im Ruheraum. Es war in Summe echt traumhaft!

 

Egal ob beim Essen oder Wandern, wir haben uns natürlich viel unterhalten – wir hatten uns beinahe ein Jahr nicht gesehen und natürlich war viel passiert. Maxine lies viel und ist sehr politikinteressiert – dementsprechend kann ich immer wieder was lernen, wenn wir miteinander Zeit verbringen. Das schätze ich sehr, ist mir mal wieder klargeworden. 🙂 Aber wir haben natürlich auch eine Menge anderer Themen besprochen, es gab viele kleine Erkenntnisse und Anregungen, das muss aber wie immer erstmal sacken. Meine fünf ‚Key Takeaways‘ von dem Wochenende – die mal wieder von ganz unterschiedlicher Art und Tiefe sind – teile ich trotzdem schonmal mit euch:

 

  1. Freundschaft ist eine Entscheidung: Maxine und ich kennen uns seit über sechs Jahren. Nur einen kurzen Teil dieser Zeit haben wir tatsächlich am selben Ort verbracht, ansonsten waren wir in ganz verschiedenen Städten. Wir haben selber gemerkt, dass wir in den letzten Monaten nicht so super nah am Leben des anderen dran waren, es gab echt einiges an Updates. Trotzdem – wir hatten sofort wieder unsere Nähe und gute Gespräche. Mir ist einmal mehr klargeworden, dass Freundschaft – genau wie eine Liebesbeziehung – eine Entscheidung ist, die beide Seiten treffen müssen. Wenn beide den Wert der Verbindung kennen und bereit sind Zeit zu investieren – in Form von Telefonaten, Voicemessages, Besuchen und gemeinsamen Urlauben – dann klappt das auch. Danke Maxini für Deine Freundschaft 🙂
  2. Rückhalt ist der Schlüssel: Als Maxine und ich uns in Peking kennengelernt haben, habe ich aus den verschiedensten Gründen sehr sparsam leben müssen. Es war so schön jetzt sechs Jahre später bei gutem Essen dort zu sitzen und zu sehen wie weit man gekommen ist. Wir haben viele kleine und große Probleme besprochen, aber sind uns absolut klar darüber, dass wir sehr privilegiert sind. Wir haben auch darüber gesprochen, dass wir nicht da wären wo wir sind, wenn unsere Familien uns nicht so wahnsinnig unterstützt hätten. Nicht nur Geld, sondern auch Liebe und emotionale Unterstützung ist wahnsinnig wichtig. Klar, dann muss man auch fleißig sein und sich bemühen – ohne das geht es auch nicht. Aber trotzdem: Rückhalt ist der Schlüssel.

 

  1. Sport ist mehr als nur ein Hobby: Ok das wusste ich natürlich schon vorher irgendwie. Aber es ist mir einmal mehr klargeworden… für mich ist die Frage mit der täglichen Portion Sport nicht ‚Ob‘ sondern ‚Wann‘. Ich muss mich nicht dazu zwingen, habe keinen inneren Schweinehund, sondern genieße es einfach total. Maxine macht auch gerne Sport, von daher konnten wir es sogar zusammen machen. Das war noch schöner. Und – wie oben schon erwähnt – es hat mir einen Riesenspaß gemacht mir ein Workout inklusive Warm-up etc. zu entwickeln. Danke an meine lieben Trainer von denen ich das alles lernen konnte und weiterhin kann. Ich habe richtig Lust andere Menschen zum Sport zu motivieren und hoffe das meine Promotion (ich promoviere ja aktuell an der Sporthochschule) mir dabei helfen kann.

 

  1. Ich denke zuviel nach: Auch das waren keine kompletten Neuigkeiten. Aber die Gespräche mit Maxine und ihre Reaktionen auf meine Gedanken haben mir das nochmal vor Augen gerufen. In meinem Kopf will glaub ich niemand leben 😉 Als ich beim Wandern Maxine von einer Frage berichtete, die mich gerade sehr beschäftigt, sagte sie: ‚Liesa ich denke ja auch echt viel nach. Aber eher über so Dinge wie „Soll ich meine Mütze einpacken oder nicht?“.‘ Wir mussten beide lachen. Aber mich hat das schon nochmal aufgerüttelt, man muss nicht alles kaputt denken und etwas mehr Leichtigkeit schadet mir nicht. Ich werde mich bemühen… 🙂

  1. Ich bin auf dem richtigen Weg: Manchmal denke ich zwischendrin ob das alles Sinn macht und ob es nicht vergebene Mühe ist, dass ich versuche was zu ändern und mich für Themen einzusetzen. Die Gespräche mit Maxine haben mir klargemacht, dass es genau richtig ist und dass ich Themen adressiere, die wirklich viele Menschen bewegen. Auch was etwas Anderes angeht bin ich auf dem richtigen Weg. Wir haben uns auch über Karriere, Lebensstil und Priorisierung unterhalten. Auch wenn man es von außen vielleicht nicht immer so sehen kann, weil ich immer noch deutlich wuseliger bin als der Durchschnitt – ich bin innerlich viiiel entspannter geworden und bin wirklich froh darüber 🙂

 

 

Also, das sind so die fünf Punkte, die mir jetzt so unmittelbar nach dem Wochenende im Kopf rumgeistern. Es war so schön viel Zeit zu haben mit Maxine zu sprechen. Und ich glaube die Bilder und meine Beschreibung sprechen Bände. Wir haben die Tage im Nesslerhof geliebt und sind Fans vom Konzept ‚Auszeit in den Bergen‘. Das wird definitiv in irgendeiner Form wiederholt 🙂

Kategorien: Allgemein

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