Vor einigen Wochen hat meine liebe Arbeitskollegin Johanna mich gefragt ob ich spontan mit ihr zu einem Yoga-Retreat in Frankreich kommen möchte, da eine andere Freundin abgesagt hatte. Das hat allerdings nicht so richtig gut gepasst. Der Retreat sollte an der französischen Westküste stattfinden und die war recht schwer erreichbar von Köln aus. Außerdem hatte ich rund um den Termin schon zwei andere kurze Trips geplant, arbeitsmäßig. Und ich hab mir vor einiger Zeit mal vorgenommen nicht so viele Sachen gleichzeitig oder direkt nacheinander zu machen, um Stress zu vermeiden und auch bewusster genießen zu können. Ich habe Johanna also abgesagt – aber nicht ohne Gegenvorschlag: Wie wäre Italien im August?

 

 

Relativ schnell haben wir entschieden und gebucht – der Gardasee sollte es sein. Dank Ryanair kann man da ja auch echt günstig hin – ich bin für 70€ Köln-Bergamo-Köln geflogen. Johanna hat mich am Flughafen abgeholt, da sie schon ein paar Tage in der Ecke unterwegs war. Wir haben in einem kleinen, inhabergeführten Hotel in Gargnano geschlafen. Die beiden Betreiberinnen waren super freundlich, haben sogar etwas Deutsch gesprochen und waren total bemüht. Das Frühstück war super lecker, klein aber fein, super Zutaten. Und unschlagbar war natürlich der Blick vom Balkon auf den Gardasee. Vor dem Frühstück waren wir immer eine Runde laufen – wenn man so gegen 7 Uhr los legt dann ist es auch noch nicht zu warm. Das hat einfach super gut getan. Nach dem Essen gab es dann noch Kaffee free-flow und eine Arbeitssession. Ich habe am Buch geschrieben, Johanna hat Orgasachen gemacht. An einem Tag haben wir einen Ausflug in die nächstgrößere Stadt gemacht, Salò. Dort sind wir durch die Sträßchen gebummelt, haben Aperol Spritz getrunken und uns gaaanz viel unterhalten, über alles Mögliche.

 

Ich möchte ein paar Tipps mit euch teilen, solltet ihr mal in der Gegend sein:

  1. Legt einen Stop in Bergamo ein. Die Altstadt ist super süß und La Marianna hat das beste Eis. Dort wurde das Stracciatella-Eis erfunden. 🙂

  2. Schwimmt im See. Soo schön. Sauber und klar, kühl und erfrischend.
  3. Macht Sport am Morgen – wie schon erwähnt sind wir jeden Morgen etwa 9 Kilometer laufen gegangen, mit einer kleinen Pause für Yoga (Johanna) und Burpees & Liegestütze (Liesa). Auch wenn es im ersten Moment hart ist aus dem Bett zu kommen, es lohnt sich total und macht den restlichen Tag noch ein bisschen besser.
  4. Do as the Italians do – nehmt (jeden Tag) einen Aperitivo ein. Die Italiener haben die schöne Gewohnheit, vor dem Abendessen bei einem Pre-Drink schon ein paar Snacks zu essen. Zum Aperol Spritz oder Wein oder Bier werden große grüne Oliven und Chips gereicht. Manche Cafés servieren auch kleine Pizzastücke oder belegtes Brot. Das war echt einfach toll und hat die Zeit zum Abendessen sehr gut überbrückt.

Wir haben uns insbesondere beim Aperitivo und Abendessen über viel ausgetauscht. Meine Inspirationen/ Gedanken nach den Tagen wollte ich mal mit euch teilen – komplett random und aus den verschiedensten Bereichen:

 

I. Kleiderschrank ausmisten: Ich habe zu viele Kleidungsstücke. Und ich habe vor allem auch zu viel billigen Kram, Zeug aus nicht nachhaltigen Stoffen, aus Impulsen heraus gekauft. Wir waren in einem schönen italienischen Laden und dort habe ich mir ein wunderschönes Shirt aus Baumwolle gekauft. Ich möchte weniger haben und dafür hochwertigere Dinge. Ich werde demnächst einmal ausmisten, radikal. Und dann nur noch wohl überlegte Stücke nachkaufen.

 

II. Verbring Zeit mit Leuten, die Dir guttun: Johanna hat mir gut getan. Wir sind uns ähnlich, wir verstehen uns. Sind offen für Kritik und verurteilen uns nicht. Meine großen Pläne und Gedanken werden nicht belächelt oder abgetan sondern im Gegenteil, noch befeuert weil Johanna selber so viel vor hat.

III. Du erschaffst deine eigene Realität. Johanna beschäftigt sich aktuell sehr mit dem Thema, dass wir selber durch unsere Gedanken unsere Realität beeinflussen oder gar erschaffen. Ich werde dazu nochmal was detaillierteres schreiben. Aber in Kürze, ich fand den Gedanken dass es total drauf ankommt wie man selber eine Situation sieht. Das Glas ist halbvoll oder halbleer, je nachdem wie du es interpretierst. Du hast dein Leben in der Hand und entscheidest, wie du Dinge bewertest. Wertvoller Gedanke.

IV. Uns geht es so gut. Sei dankbar: Ok, ich kann jetzt hier gerade nur für mich sprechen. Aber mir hat der Italientrip und die Leichtigkeit mit der sich das hat umsetzen lassen nochmal gezeigt, dass ich dankbar sein muss, für alles. Dafür dass ich dieses Leben leben darf.

 

 

 

 

Kategorien: Allgemein

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